Revival of the Beer Pong

Beerpong ist ein Partyspiel, welches seinen Ursprung in den College-Verbindungen der Vereinigten Staaten hat. Erstmals wurde es der Legende nach in den 50er Jahren im Darthmouth College in New Hampshire gespielt, wo den Studenten beim Tischtennis spielen der Ping Pong Ball angeblich zufällig im Bierglas landete.

Seit 2006 gibt es in Las Vegas sogar eine Beerpong-Weltmeisterschaft (nein, das ist kein Witz), wo Teams mit Namen wie „Brewtality“ oder „Jurassic Pong“ um bis zu 65.000 USD Preisgeld werfen.

Und auch auf Festivals, in Kneipen oder auf Studentenparties in den USA und Europa erlebt Beerpong ein wahres Revival. Der Beerpongtisch ist von keinem Festival-Campingplatz wegzudenken. Wir finden den Trend cool und zeitlos! Daher erklären wir passend zu unserem SALITOS Beerpongtisch hier kompakt die Regeln.

Das Regelwerk

Typischerweise wird Beer Pong im „1 on 1“ oder in 2-er Teams gespielt. Wobei auf jeder Seite des Tisches ein Team mit Spielern in gleicher Anzahl vertreten ist. Ihr braucht einen Beer Pong Tisch, 22 Plastik Becher und zwei Tischtennisbälle sowie ausreichend Getränke.

Grundsätzlich wird, wie der Name schon sagt, Beer Pong mit Bier gespielt. Aber natürlich kann Beer Pong auch mit jedem anderen Getränk der Wahl gespielt werden. Hierbei wird jeder Becher mit ca. 0,1l gefüllt. Als Faustregel für Bier gilt 1 l Bier pro Team. Natürlich kann die Menge auch individuell festgelegt werden, sollte aber der Fairness halber auf jeder Seite identisch sein.

„Air Shot“ Der Ball wird vom Spieler direkt in den Becher geworfen, ohne dass der Ball vorher den Tisch berührt. Das verteidigende Team hat somit keine Möglichkeit den Ball abzuwehren. Beim Air Shot unterscheidet man den Arc Ball und den Fast Ball. Beim „Arc Ball“ wird der Ball in einem hohen Bogen auf den Becher geworfen, beim „Fast Ball“ wird der Ball direkt und schnell auf den Becher befördert.

„Bounce Ball“ Der Bounce Ball wird vom Spieler so geworfen, dass er den Beer Pong Tisch berührt. Sobald der Ball den Tisch berührt hat, darf das gegnerische Team den Ball fangen oder abwehren. Trifft der Bounce Ball, so müssen zwei Becher getrunken werden. Siehe Kapitel „Der Treffer“. Das verteidigende Team darf den Ball nur dann wegschlagen, wenn dieser Kontakt zum Tisch oder mit einem Cup hatte. Fliegt der Ball durch das Verteidigen in einen Cup, gilt dieser als getroffen.

Der Ellenbogen muss beim Wurf hinter der Kante des Beer Pong Tisches sein. Manche Spieler meinen, dass auf diese Regel aufgehoben werden kann. Das behaupten jedoch nur Amateure.

Jedes Team wirft pro Spielzug zwei Bälle. Besteht das Team aus zwei Spielern, wirft jeder einen Ball, besteht das Team aus einem Spieler, wirft dieser beide Bälle. Der Ball gilt als geworfen, sobald er die Hand des Spielers verlassen hat. Treffen in einer Runde beide Spieler bei ihrem Wurf die Becher des Gegners, so dürfen beide direkt noch einmal werfen („Balls Back Rule“). Diese Regel ist nicht limitiert und gilt bis einer von beiden Teammitgliedern (analog dazu auch das Spiel „1 gegen1“) keinen Becher trifft.

Sobald ein Wurf im gegnerischen Becher landet und auf dem Getränk aufkommt, gilt der Ball als versenkt. Kreiselt der Ball in einem Becher, springt aber wider Erwarten ohne fremde Hilfe aus dem Becher, zählt dies nicht als Treffer.

Kreiselt der Ball im Becher, so darf er mit einer bestimmten Technik aus dem Becher bugsiert werden. Es gilt die College-Regel „Girls blow, guys finger“. Das haben wir uns nicht ausgedacht! Frauen dürfen demnach gezielt in den Becher pusten um den Ball aus dem Cup zu befördern bevor dieser die Flüssigkeit berührt hat. Männer versuchen das Selbe mit dem Finger. Dabei darf ausschließlich der Ball berührt werden. Der Ball darf nicht gegriffen, sondern nur „geschnipst“ werden.

Prallt der Ball während des Wurfs von einem Spieler oder Gegenständen in die Becher, zählt dies als Treffer. Geht der Ball in den Becher und wirft ihn um, gilt dies als Treffer. Wird ein Cup getroffen, muss er vom Tisch genommen werden (nach den Würfen!). Erzielt eine Mannschaft einen Treffer mit einem Bounce Shot, müssen zwei Becher getrunken werden.

Treffen beide Spieler aus dem gleichen Team innerhalb von einer Runde in den gleichen Becher, so gilt die Same Cup Rule. Es müssen vom gegnerischen Team drei Becher getrunken werden: Der getroffene Becher und zwei vom werfenden Team ausgesuchte Becher.

 

Sollte ein Teammitglied den Ball in einen Becher versenken, der aus der vorhergehenden Runde desselben Spieles schon getroffen wurde, aber noch nicht getrunken wurde, ist das der Death Cup. Folgen Des Death Cups: Das Team, bei dem der Death Cup getroffen wurde, hat sofort verloren. Das Verliererteam muss alle noch auf dem Tisch stehenden Becher leer trinken.

Sollte der geworfene Ball an einem gegnerischen Becher so abprallen, dass der Ball wieder über den Beer Pong Tisch zum Werfer zurückrollt, gilt die „Behind-The-Back Rule“. Das heißt, er bekommt einen Freiwurf. Bedingung dafür ist aber, dass dieser hinter dem Rücken abgeworfen wird. Greift die gegnerische Mannschaft den zurückrollenden Ball auf Ihrer Seite des Tisches ab, gilt die Sonderregel nicht. Trifft jedoch der Spieler mit seinem „Behind-The-Back“ Wurf einen Becher, muss das gegnerische Team zwei Becher trinken.

Im Verlauf eines Spiels ist es jedem Team ein Mal gestattet, ein Re-Rack bei der Becherformation des Gegners auszuführen. (Achtung: Es kann auch vor Beginn des Spiel eine höhere Anzahl an Re-Racks vereinbart werden. Bei einem Re-Rack muss darauf geachtet werden, dass die Becher im vorgegebenen Dreieck mittig angeordnet werden. Ein Re-Rack muss am Anfang des Spielzugs angekündigt werden, und kann nur durchgeführt werden, wenn sich die exakte Anzahl an Bechern für die gewünschte Re-Rack-Variante im aktuellen Spielzug befindet. Das Spiel wird erst fortgesetzt, wenn der Re-Rack beendet ist. Mögliche Re-Rack Formationen: 6er Pyramide, Diamond Shape aus 4 Bechern und die 3er Pyramide.

Es gilt: „Der Cup ist unantastbar!“ Getreu diesem Motto dürfen die Spieler beider Teams die Becher während des Spiels nicht berühren! Erlaubte Ausnahmen sind natürlich, wenn eine der Teams einen Re-Rack ausführt oder ein getroffener Becher vom Tisch genommen wird, um ihn leer zu trinken. Wird ein Becher während des laufenden Spiels berührt oder umgeworfen und keine der genannten Ausnahmen gilt, muss der Cup getrunken werden und ist somit automatisch aus dem Spiel. Kommt die gegnerische Mannschaft mit dem Ball während eines laufenden Spielzugs in Kontakt, ohne dass der Ball den Beer Pong Tisch berührt hat (also ein Air Shot ausgeführt wird), wird dies als Foul gewertet. Die benachteiligte Mannschaft darf sich einen Becher der gegnerischen Mannschaft aussuchen. Dieser muss von der foulenden Mannschaft getrunken werden und ist damit aus dem Spiel.  Berührt ein Zuschauer den Ball oder wird der Spielzug durch äußere, spielentscheidende und nicht zu steuernde Ereignisse manipuliert, ist ein Wiederholungswurf anzusetzen.

Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Team es geschafft hat, den letzten Cup des gegnerischen Teams zu treffen. Allerdings hat das verlierende Team noch die Chance, im direkten Gegenzug die verbleibenden Cups des Teams zu treffen. Hierbei versuchen die Spieler, die Becher hintereinander zu versenken. Sie dürfen so lange weiter werfen, bis sie keinen Becher treffen. Wenn der erste Spieler das erste Mal daneben wirft, bekommt sein Partner die gleiche Chance. Gelingt dies nicht, hat das Team endgültig verloren. Schaffen sie es, alle Becher zu treffen, kommt es zu einer Verlängerung („Overtime“). Ist die Niederlage besiegelt, muss das Verliererteam die übrigen, eigenen Cups und die Becher des Gegners trinken. Hierbei ist es dem Team überlassen, wer wie viele Cups trinkt. Geht das Spiel in die Verlängerung, stellen beide Teams 3er Pyramiden auf. Das Team, das in der regulären Spielzeit zuerst den letzten Cup des Gegners getroffen hat, darf beginnen. Auch in der Verlängerung haben die geltenden Regeln des Spiels Bestand. Die Anzahl der Verlängerungen ist hierbei unbegrenzt.